Vortrag
Mo., 02.06. um 17.15 Uhr

Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße

Mit zunehmendem Alter verändern sich auch unsere Gefäße: Sie verlieren ihre Elastizität und ihre physiologische Fähigkeit, den Blutfluss zu regulieren und unseren Körper zu versorgen. Die Gefäßwände verändern sich und werden dicker. Aber auch Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Alzheimer hinterlassen ihre Spuren. Viele krankhafte Gefäßveränderungen beginnen in den kleinen Gefäßen. Die Netzhaut ist eine der wenigen Stellen im menschlichen Körper, die einen optischen, unverzerrten Blick auf unsere Gefäße ermöglicht. Die Arterien und Venen der Netzhaut sind dabei besonders interessante Untersuchungsobjekte, da sie in Aufbau und Funktion den Hirngefäßen ähneln. Mit modernen bildgebenden Verfahren können die Netzhautgefäße durch einen tiefen Blick ins Auge unter die Lupe genommen werden.

Der Vortrag stellt moderne Methoden der retinalen Gefäßanalyse und ihre erfolgreiche klinische Anwendung vor. Ein Blick ins Auge des Patienten kann schon heute verraten, ob Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen. Die retinale Gefäßanalyse kann aber noch viel mehr. Eine schnelle, präzise und nicht-invasive Individualdiagnostik von Gefäßveränderungen wird möglich. Auch bei scheinbar gesunden Patient*innen könnten mögliche krankhafte Gefäßveränderungen frühzeitig erkannt und damit präventiv korrigiert werden, noch bevor die Krankheit ausbricht.

Prof. Dr. Konstantin Kotliar, Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik: „Schau mir tief in die Augen“ – Retinale Gefäßanalyse zur Diagnostik neurologischer und kardiovaskulärer Erkrankungen

Die Ringvorlesung „Studium Generale“ ist offen für alle Interessierten, kostenfrei und ohne Anmeldung.

 

Montag, 02. Juni 2025
17.15 Uhr
FH Campus Eupener Sraße
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