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Wie Frauen um 1900 in Bewegung gerieten
Vortrag und Diskussion mit Amelie Soyka
Ein vielschichtiger Strukturwandel erfasste im 19. Jahrhundert die Gesellschaft in Europa und Nordamerika. Aber dort, wo die Bewegung stattfand, hatten Männer das Sagen. Der Wirkungsbereich von Frauen war sehr begrenzt, das gesellschaftliche Gefüge blieb starr. Doch immer mehr Frauen, Arbeiterinnen wie Bürgerliche, begannen, die festgeschriebenen Rollen zu hinterfragen und mehr Bildung und Gleichberechtigung zu fordern. Die umwälzenden Veränderungen fanden ihren Widerhall in Kunst und Kultur, so auch eindrücklich im Bühnentanz: Mit verändertem Körpergefühl und erwachtem Selbstbewusstsein befreiten sich die Tänzerinnen der Moderne vom Regelkodex des klassischen Balletts. Auf vielfältige Weise gelang es nun Frauen, das Korsett zu sprengen, gesellschaftliche Teilhabe zu erringen und künstlerisch sichtbar zu werden.
Im Rahmen der Frauenbildungswoche
Der Vortrag findet im Raum 241 statt.