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Vortrag
Do, 14.04. um 16.30 Uhr

Archive der Erde

Der Mittelmeerraum stellt eine seismisch hochaktive Region dar, in der auch in der Antike sich Erdbeben in hoher Frequenz ereigneten. Wir werden in dieser Veranstaltung historische Orte in den Blick nehmen, die von außergewöhnlichen historischen Ereignissen wie Erdbeben und Tsunami betroffen worden sind, und stellen uns die Frage, wie deren Überlieferung in den unterschiedlichen „Archiven“ der Erde aussieht. Dabei geht es um die Erforschung antiker Erdbeben als Phänomen an der Grenze zwischen Natur- und Kulturwissenschaft und deshalb stehen vor allem folgende Fragen im Vordergrund: Wie werden Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen erklärt? Werden sie als übernatürliche Phänomene betrachtet, für die Götter verantwortlich sind? Gibt es ein Bewusstsein für die Zerstörung der Natur durch den Menschen und den Einfluss des Menschen auf Naturkatastrophen? Gibt es Ansätze, derartige Katastrophen „wissenschaftlich“ zu erklären? Wie haben die Menschen der Antike sich bemüht, Naturkatastrophen wie Erdbeben „mental zu bewältigen“? Wie wirken sich Erdbeben auf antike Gesellschaften aus? Bestehen heute noch Möglichkeiten der Rekonstruktion seismischer Ereignisse? Wie ist das Verhältnis zwischen Ereignis und literarischem Niederschlag zu verorten?

Donnerstag, 14. April 2022
16.30 Uhr
RWTH Aachen, Hörsaalgebäude C.A.R.L
Claßenstraße 11, 52072 Aachen