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Journalismus als Infrastruktur der Vernunft
Die Digitalisierung hat die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Während klassische Medien lange Zeit einen gemeinsamen Informationsraum schufen, entstehen heute zahlreiche digitale Teilöffentlichkeiten, die oft unverbunden nebeneinander existieren. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Fähigkeit, politische Konflikte auf der Grundlage gemeinsamer Fakten auszutragen?
Der Vortrag von Prof. Dr. Marcus Bölz in der Reihe „Medien am Mittwoch“ diskutiert diese Fragen aus medienwissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Überlegungen von Horst Pöttker zur integrativen Funktion von Öffentlichkeit sowie aktuelle Ansätze von Marcus Bölz, der Journalismus als kulturelle Praxis der Orientierung, Verständigung und gesellschaftlichen Resonanz versteht.
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