Give me the future!

Beim 4. digital summit diskutierten Expert*innen die digitale Transformation, KI und Klimaschutz, außerdem wurden digitale Pioniere ausgezeichnet. Welche Rolle die Digitalisierung für eine enkeltaugliche Zukunft spielt, wusste Dr. Eckart von Hirschhausen.

Digitalisierung, KI und Klimaschutz waren zusammengefasst die großen drei Topics des Abends in der digitalchurch. Digitalisierung ermöglicht es, den Klimawandel zu stoppen, so der Star-Gast des Abends, Dr. Eckart von Hirschhausen. Für seinen Vortrag „Gesunde Erde, gesunde Menschen“ bittet er zunächst alle, ihr Handy wegzulegen, denn wer ins Mobile schaut, schaut nicht seine Mitmenschen an. Das Thema Klimaschutz brennt dem Referenten merklich unter den Nägeln. Bloß benennt er ihn anders: Als Menschenschutz, ja Gesundheitsschutz. Die Erde ist unser Lebensraum, unser Heim und so fordert er, müssen wir auch mit ihr umgehen.

Die neue Freiheit ist das Bleiben

Koste es, was es wolle, Maßnahmen zum Klimaschutz seien umgehend von der Polititk umzusetzen, denn das teuerste, was wir nun tun könnten ist nichts! Das sind wir uns und den nachfolgenden Generationen schuldig. Lassen wir kommenden Generationen die Freiheit zu entscheiden, ob sie klimabedingt bleiben oder gehen wollen. Im Hinblick auf die diesjährigen Hitze-Sommer in Italien und Griechenland ist die neue Freiheit nicht mehr das Reisen, die neue Freiheit ist das Bleiben können. Was bleibt, ist Hoffnung: Wir Menschen sind die einzigen Individuen, die vorausschauend planen können, wir müssen nur unser Wissen in Handlen transponieren.

Enkeltaugliche KI

Einen wesentlichen Beitrag dazu kann zum Beispiel die Künstliche Intelligenz leisten: Kluge Heizungen zum Beispiel wissen zukünftig, wann wer im Büro ist und heißt nur dann. Produktions- und Logistikabläufe können optimiert und nachhaltig gestaltet werden. „Responsible AI“ und „sustainable KI“ nennen es die, die es wissen müssen.

Digitale Pioniere – wir gratulieren!

Passend zum diesjährigen Motto des digital summit wurden die Auswahlkriterien der Preisverleihung an die digitalPioneers erweitert. Die Bewerbenden mussten zusätzlich erläutern, auf welche Nachhaltigkeitsziele, sogenannte SDGs, ihr Unternehmen einzahlt. Außerdem wurde ein „Sonderpreis Nachhaltigkeit“ vergeben.

Die fünf Preisträger*innen sind

  1. Circonomit: Mit ihrer Software ermöglichen sie eine intuitive Erhebung von Umweltdaten, zum Beispiel Energieaufwände, Wasserverbrauch und Abfallprozesse. Der innovative Ansatz verknüpft Nachhaltigkeit mit Finanzen und ermöglicht bessere ökologische und ökonomische Entscheidungen.
  2. Optik und Akustik Kaulard hat das teleaudiologische Angebot „Kaulard-Care“ entwickelt. Mit Hilfe von digitalen Tools können sie die Hörgeräteversorgung aus ihren Fachgeschäften digital in die Wohnzimmer der Kund*innen verlagern.
  3. Simplex Education gestaltet Bildung neu. Mit KI werden Tutoren Schulen zugewiesen. Durch Analysen matchen sie zudem Schüler*innen gleichen Lernstands, so dass ihnen passende Coaches zur Verfügung gestellt werden.
  4. Mit Spreat soll der klassische Einzelhandel revolutioniert werden. Die Lösung ist eine Art Online-Marktplatz. Kund*innen kaufen über eine Plattform direkt bei den Produzent*innen, die ihre Produkte in den Partnerläden platzieren. Man zahlt an der Kasse, der Ladeninhaber erhält eine Provision, die Produzierenden den Löwenanteil.
  5. Der Sonderpreis Nachhaltigkeit wurde der Werkstatt für Menschen mit psychischen Behinderungen „DeinWerk“ verliehen. Unter anderem bertreiben sie bio-zertifizierte Betriebsrestaurants. Bei der Herstellung von aufwendigen Gerichten hilft eine Augmented Reality-Technologie.

Die digitalen Pioniere sensibilisieren andere Unternehmen für das Thema Digitalisierung, um so künftig unser aller Leben zu vereinfachen und auch dem Klimawandel entgegen wirken zu können.

08.09.2023

Die digitalPionieers mit der Jury und dem Star-Gast Dr. Eckart von Hirschhausen. Foto: Martin Braun