Netto-Null-Emission

Wichtige Player der Stadt packens gemeinsam an: Die Stadt Aachen ist auf dem Weg Richtung Netto-Null-Emission, indem sie ihre Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellt.

Am 24. August 2022 hat der Rat der Stadt Aachen beschlossen, eine gesamtstädtische Wärmeplanung zu erstellen: Gemeinsam mit einem Bündnis von FH, dem Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie, der IHK, der RWTH, dem Regionetz und der STAWAG hat die Stadt Aachen die Wärmewende ausgerufen mit dem Ziel, die Wärmeversorgung der Stadt von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas auf erneuerbare Energieträger wie Photovoltaik, Wind und Geothermie umzustellen. Generell muss die Energieerzeugung, -versorgung und -verteilung optimiert werden.

Alle ausgearbeiteten Erkenntnisse, bezogen auf die Herausforderungen einer Wärmewende in der Stadt Aachen, können in aller Tiefe in der Broschüre „Wärmewende Aachen – Eckpfeiler für eine klimaneutrale Energieversorgung 2030“ nachgelesen werden.

Wärme aus der Kanalisation

Bereits im Januar 2020 hat die Stadt Aachen das Klimaziel beschlossen, als erste Stadt Deutschlands ab 2030 die Netto-Null-Emission erreicht zu haben. Also alle menschlich verursachten Kohlendioxid-Emissionen zu entfernen beziehungsweise auszugleichen. Dabei orientiert sie sich am zulässigen globalen Restbudget laut Paris-Ziel.

Besonders belastend ist das Beheizen von Gebäuden in der Stadt mit fast 50% aller verursachten Kohlendioxid-Emissionen, dicht gefolgt vom Verkehr. Dies muss reduziert werden, doch nicht durch Verzicht. Der Einsatz energieeffizienter Technik und ein Austausch von Türen und Fenstern kann wahre Wunder bewirken und den Energiebedarf und somit auch die Kohlendioxid-Emissionen reduzieren.

Auch der Bonus der lokalen Wärmequellen wie die Kanalisation, Thermalquellen und alte Bergbaugruben unterstützen die Stadt in ihrem Vorhaben. Wer hätte gedacht, dass Aachens historische Besonderheiten sie einmal bei der Energieeinsparung unterstützen könnten!?

29.08.2022