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Vortrag
Mi., 21.01. um 12.30 Uhr

Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Kults

Vor zehn Jahren waren Incels – also „unfreiwillig Zölibatäre“ noch ein nischiges Internet-Phänomen. Heute ist ihre Sprache und Ideologie im digitalen Mainstream wie auf TikTok fest verankert. Incels sind Anhänger der sogenannten „Backpill“-Ideologie. Diese Weltsicht zeichnet sich durch Fatalismus, Selbsthass und Misogynie aus.

Incels glauben, dass sie aufgrund ihres Geschlechts ein Anrecht auf Sex hätten, Frauen ihnen dieses jedoch verweigern würden. Denn: Frauen seien von Natur aus oberflächlich und verkommen und würden nur die attraktivsten aller Männer, sogenannte „Chads“ begehren. Gleichzeitig, so Incels, sei Sex die Grundlage für ein gutes Leben; Frauen würden ihnen durch den Entzug von Sex also ein glückliches Leben vorenthalten.

Diese Annahme ist für Incels die Grundlage für ihren Frauenhass, der sich immer wieder in Gewalt bis zum Femizid oder Terroranschlag manifestiert.

Die Autorin Veronika Kracher erklärt in ihrer Analyse, was die Incel-Bewegung auszeichnet, wie sie sich entwickelt hat – und wieso Incels keine Ausnahmeerscheinung innerhalb patriarchaler Verhältnisse sind, sondern deren logische Fortführung.

Der Vortrag findet online. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der RWTH Aachen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Infos und Anmeldung

 

Mittwoch, 21. Januar 2026
12.30 Uhr
Online
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