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Stadtrundgang: Frauen in der Kolonialbewegung
Kolonialismus wird häufig als rein männliche Angelegenheit betrachtet. Dabei waren Frauen in Europa und Übersee – darunter zahlreiche Aachenerinnen – vielfach in den
Kolonialismus verstrickt: als Aktivistinnen in der organisierten Kolonialbewegung, Schriftstellerinnen, Missionarinnen oder rassistische Agitatorinnen gegen Schwarze Besatzungssoldaten nach dem Ersten Weltkrieg. Einheimische Frauen aus den Kolonien spielten hingegen vor allem eine Rolle als exotisierte Sehnsuchtsbilder („Südseeschönheiten“) in der Werbung für Kolonialwaren oder wurden als Kriegerinnen („Amazonen“) in vermeintlich authentischen Völkerschauen inszeniert.
Der Rundgang durch das postkoloniale Aachen geht diesen weitgehend vergessenen Spuren an verschiedenen Stationen nach.
Jan Röder ist Historiker und Mitglied im Bündnis Aachen Postkolonial.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationale Wochen gegen Rassismus. Der Rundgang ist kostenfrei. Treffpunkt ist der Theaterplatz Aachen.